Etwa anderthalb Stunden von Neapel entfernt, an der Grenze zum Cilento, liegt Paestum, eine antike Kolonie Magna Graeciens, die drei der weltweit besterhaltenen dorischen Tempel bewahrt — im Erhaltungszustand sogar vielen Tempeln auf dem griechischen Festland überlegen. Eine Stätte, die Gelehrte und Reisende seit Jahrhunderten fasziniert.
Eine Stadt Magna Graeciens
Im 7. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Siedlern aus Sybaris unter dem Namen Poseidonia gegründet, geriet die Stadt später unter die Kontrolle der Lukaner und schließlich der Römer, die sie in Paestum umbenannten. Jede Herrschaft hat sichtbare Spuren hinterlassen: von der fast 5 km langen Stadtmauer über die gepflasterten Straßen bis hin zu den berühmten Tempeln, die sich noch heute gegen den Himmel der Sele-Ebene abzeichnen.

Die drei Haupttempel
Der Neptuntempel (tatsächlich wahrscheinlich Hera geweiht) ist der imposanteste und am besten erhaltene, mit über 9 Meter hohen Säulen. Die Basilika, der älteste Tempel der Stätte aus dem Jahr 550 v. Chr., besticht durch ihre archaische Architektur. Der Ceres-Tempelvervollständigt den Rundgang und bietet ein weiteres Beispiel für die architektonische Raffinesse der Epoche.
Das Archäologische Museum
Nur wenige Schritte vom Ausgrabungsgelände entfernt bewahrt das Nationalmuseum von Paestum außergewöhnlich wertvolle Fundstücke, darunter das berühmte Grab des Tauchers, das einzige nahezu unversehrt erhaltene Beispiel griechischer Grabmalerei, sowie zahlreiche Grabbeigaben und Metopen, die das Alltagsleben der antiken Stadt erzählen.
Nach dem Besuch: der Mozzarella des Cilento
Die Gegend um Paestum ist auch die Heimat des kampanischen DOP-Büffelmozzarellas: Viele Käsereien der Region organisieren Besuche mit Verkostung — eine hervorragende Gelegenheit, die archäologische Tour vor der Rückfahrt mit einem authentischen kulinarischen Erlebnis abzurunden.
Anreise ab Neapel
Paestum liegt etwa 100 km von Neapel entfernt, in etwa anderthalb Autostunden erreichbar. Es ist ein Ziel, das sich gut für eine ganztägige Tour eignet, eventuell kombiniert mit einem Halt in Salerno oder der Rückfahrt über die Amalfiküste für alle, die Archäologie und Landschaft in einer einzigen Route verbinden möchten.
Paestum zu besuchen bedeutet, über 2.500 Jahre zurückzuspringen, an einen der eindrucksvollsten archäologischen Orte Italiens, oft weniger überlaufen als Pompeji, aber nicht weniger außergewöhnlich.
Entdecken Sie Paestum mit einer privaten Tour
Kombinieren Sie den Besuch der Tempel mit einem Halt an der Amalfiküste: Wir organisieren die Route ganz nach Ihren Wünschen.


